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  • markuspfenninger46

Auf Sardinien den Sommer nachholen

Aktualisiert: 20. Dez. 2021

Hei, wie schön ....die Sonne scheint durchs Dachfenster als wir gegen 9 Uhr erwachen....So machen wir uns ein ausgiebiges Frühstück damit wir das Mittagessen auslassen können um das programmierte Ziel, auf dem Parkplatz des Klosters in Chiaravalle zu erreichen.

Schon vor dem dunkel werden treffen auch unsere Reisebegleiter aus der Pfalz auf dem grossen Platz ein . Die erste Zeit ist dem bestaunen vom neuen Wohnmobil , welches im Laufe von 1400 Stunden über die Corona Zeit bei Bernd im Selbstbau entstanden ist . Chapeau....... Wir geniessen zusammen noch den obligaten Absacker

Etwas verborgen gegen den KInderspielplatz sind zwei Wasserhähne vorhanden.

Ich befasse mich noch mit dem ausfüllen des EU PLF Formulars. Sowas kompliziertes kann nur ein übersteuerter Beamten - Apparat in Brüssel zu Stande bringen.

Nach einer guten Stunde sind die zwei benötigten Formulare Online bestätigt.....es reicht für Italien selbstverständlich nicht ein einziges Formular ....Neiiiin es müssen zwei sein. Eines für Italien und ein zweites für die Fährüberfahrt nach Sardinien . Klar auch , dass für die überfahrt auch fragen zu beantworten sind , welche erst nach dem einchecken zu beantworten sind . Falls Du die erforderlichen Angaben leer lässt bekommst Du nie zu einem PLF....Wenn du es falsch ausfüllst droht ein Strafe.... . Na ja....die Zimmernummer auf dem Schiff habe ich fantasiert und schon war das Formular angenommen und bestätigt. Kontrolliert oder auch nur vorzeigen mussten wir das Ding nie....

Es war lediglich das Fährticket und das Convid Certifikat vorzuweisen....Immerhin ...


Der letzte Regentag in Marina di Massa

Lemoncello gehört einfach dazu

Getrennt fahren wir nach dem Frühstück weiter über den Cisapass nach Marina di Massa. Bernd kennt hier einen freien Stellplatz direkt am Meer.

Kaum über den Pass gefahren steht vor uns eine dunkle Wand von gesättigten Gewitterwolken. Und fürwahr , in Marina di Massa ist die Feuerwehr zusammen mit der Polizei dabei den Verkehr an den überschwemmten Strassen vorbei zu lenken. Wir erreichen den ausgesuchten Platz am Meer aber trotz allem und können noch Ein Wellenbad im warmen Mittelmeer geniessen.

Hier am freien Platz übernachten wir auch , eigentlich nur ab und zu gestört durch nächtliche Saufheimkehrer und gelegentliche vom Testosteronüberschuss geplagte Autoposer.


Getrennt fahren wir am nächsten morgen zum Stellplatz in Marina di Pisa. Wir geniessen den Sonnenschein und ein Spaziergang entlang dem tosenden Meer , welches uns einen ersten Eindruck für die kommende Ueberfahrt bietet. Das Nachtessen im Womo fällt dem Besuch des besten Restaurants im Ort zum Opfer . Guter Wein , gutes Essen und ein traditioneller Absacker lassen die nötige Bettschwere mit anschliessendem Tiefschlaf zu..


Den folgenden Tag benutzen wir zum ausschlafen , einkaufen , tanken und rumtrödeln. Bernd ist zusammen mit seiner Frau mit dem Moped unterwegs um die Anfahrt zum Fahranleger von Corsica Ferries auszukundschaften . So finden wir dann gegen Abend auch Problemlos einen Platz um auf das öffnen der Hafentore zu warten.


Die Fähre verlässt den Hafen von Livorno pünktlich....


Das seit langer Zeit wieder mal Ichnusa Bier sorgt für einen gesunden Schlaf und dies trotz heftigem schlingern des Schiffes auf den Wellen des Mittelmeeres.

In Golfo Aranci kommen wir fast gleichzeitig aus dem Bauch des Schiffes und fahren erst mal bis nach Olbia um dort im Einkaufszentrum Food und Drinks für die nächsten Tage einzukaufen. Gut , dass der Discounter gerade eine Aktion des sardischen Kultbieres im Angebot hat.... Ichnusa sein Name ...und der stammt aus dem Griechischen und bedeutet nichts anderes als Sardinien.

Zügig geht die Fahrt nun quer über die Insel an die Westküste in die Bucht vor Argentiera. Als Zwischenziel wurde auf dem Weg noch die "gefleckte Kuh" ins Navi eingegeben.

Wir besichtigen diese Kirche Santissima Trinita di Sacciarca von aussen und innen. Die Kirche stammt aus dem 12 Jahrhundert und war wohl ein Teil eines eins grösseren Klosterkomplexes. Sehr schön gestaltete Kapitellen im Eingangsbereich und im Innenraum die byzantinischen Fresken sind einzigartig auf Sardinien.

Auf der E 840 , mittlerweile gut ausgebaut, erreichen wir Sassari und von dort aus auf der holprigen SP42 weiter bis zu unserem Badeplatz für die nächsten drei Nächte in der ersten Bucht vor Argentiera.


Die gefleckte Kuh


und dann der erste Platz am Meer

Das Wasser um 25 Grad und es gibt da allerhand zu sehen....


Der herrliche Sonnenuntergang darf nicht fehlen


Da bleibt auch mal Zeit das selbstgebaute Womo von Bernd zu begutachten.....

Professionell und sehr sorgfältig gebaut...





Wieder mal weg vom Strand und hinaus erst mal zum Capo chiacca mit seiner berühmten Grotte Nettuno. Aber hier ist der Bär los und es bleibt nur noch einen Platz zu finden zum fotografieren. Die 650 Stufen runter zur Grotte ersparen wir uns , hätten wir doch die Türe des Wohnmobils nicht öffnen können .....alles zugeparkt. wir zirkeln uns an den ängstlichen Autofahrern vorbei und finden einen Platz zum anhalten. Ein netter Biker übernimmt die Aufgabe um uns vor den schroffen Felsen in Szene zu setzen.

Wir besuchen , auf dem Weg nach Alghero, noch einen Weinhändler und je 6 Flaschen vom Roten und Weissen wandern in die Heckgarage.

Die weitgehend von Spanien geprägte Stadt wir in der Folge kreuz und quer zu Fuss erkundet. Ein Besuch der sich lohnt. Ich habe ja hier , zusammen mit Isa einen 14 tägigen italienisch Kurs besucht , so kommt mir vieles wieder bekannt vor. Das Nachtessen nehmen wir im selben Restaurant ein , wo wir vor vielen Jahren schon , damals auch mit Heidi und Hampi , gegessen hatten. Ich hatte es aber als einiges besser in meiner Erinnerung.

Wir haben die Nacht auf dem ruhigen Parkplatz beim Fussballstadion verbracht.


Der Platz bei Argentiera


Bernd, als profunder Kenner der Insel kennt die meisten freien Stellplätze und so sind wir erst getrennt, unterwegs in Richtung Bosa. Entlang der wohl schönsten Küstenstrasse geniessen wir die grandiosen Abschnitte. SP 105 und SP49 teilen sich hier den Küstenabschnitt , der seinesgleichen sucht.

In Bosa Marina stellen wir uns erst mal zum baden und verpflegen auf den dortigen Stellplatz

So richtig gefällts uns hier nicht und so schauen wir erst mal am Stellplatz in Bosa vorbei. Freie Plätze hätte es genug , aber so früh am Tag mag noch keiner schon ans übernachten denken. Wir schiessen noch ein paar Bilder dieser, von farbigen Häusern und der Festung, geprägten Stadt.


Bosa die farbige.....

Bosa vom freien Stellplatz aus

Tief geschockt fahren wir die nächsten 30 km durch verbrannte Erde. Eine mächtige Feuerwalze hat hier alles in schwarze Asche verwandelt und viele Existenzen zerstört.

Bernd kennt einen Platz in den Dünen in der Nähe von Putzu Idu und dort führt unsere Fahrt hin. Wir sind immer noch geschockt über die Bilder entlang der Strasse hierher.

Im Naturschutzgebiet ist ein grosser Parkplatz mit Zugang zum Sandstrand geschaffen worden. Campingverhalten wird jedoch nicht geduldet und von der häufig kontrollierenden Polizei auch unterbunden. Bussen haben die Gesetzeshüter aber keine verteilt. Ausnahme: all jenen , welche auf den für Behinderte reservierten PLätzen , Ihr Auto parkiert haben wurden mit einem Strafbefehl beglückt.....Baden und wandern zum Sarazenenturm füllen den Tagesablauf.

Badeplatz bei Putzu Idu in den Dünen


Wir haben och einen weiteren Badeplatz im Visier. Portu Maga mit seinem , etwas versteckten Platz für Wohnmobile finden wir auf Anhieb.



Genuss für Auge und Gaumen....


Die Zufahrt liegt etwas versteckt hinter einem Schilfgürtel. Der Platz zum baden ist etwas steinig. Auch Isa hat den Platz gefunden und sie kommt mit ihrem Kästle etwas frustriert angefahren.... Bernd ist ein begnadeter Kenner der Elektronik eines Wohnmobiles und so ist Er dann zuerst mal mit den Problemen am Kästchen von Isa beschäftigt. Isa war schon in mehreren Werkstätten mit ihrem Kästchen und niemand hat den Fehler gefunden. Systematische Fehlersuche zahlt sich aus und führte zu einer defekten Sicherung an der Fahrzeugbatterie..... Unverständlich für uns, dass ein Fachunternehmen diesen lapidaren Fehler nicht fand .....Ich glaube , dass Isa jetzt glücklich ist und die Verkaufsabsicht etwas in den Hintergrund rücken lässt.

Rita und ich haben erst mal genug vom Baden und Rumliegen und entschliessen uns zu einem Abstecher nach Cagliari. Das Wohnmobil lassen wir an der Via Cristoforo Colombo stehen und begeben uns zu Fuss zum grössten geschlossenen Markt Italiens.....Herrlich , die Auswahl an Fisch , Gemüse, Fleisch , Käse und Brot.

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