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  • markuspfenninger46

POLEN 2021

Aktualisiert: 18. Dez. 2021

Letztes Jahr hat unsere Reise im Spital von Görlitz ein schnelles Ende gefunden und so unternehmen wir nun einen erneuten Anlauf die schon längst geplante Tour anzutreten.

Weil wir bekennende Fans von Gartenschauen sind , nutzen wir die Anfahrtsstrecke von

Schaffhausen nach Görlitz um zwei dieser schönen Veranstaltungen zu besuchen .

Die Landesgartenschau in Ingolstadt war unser erstes Ziel. Leider regnet es den ganzen Tag und so erstrahlen die Blumen nicht in ihrer vollen Pracht.


Wir übernachten noch auf dem Busparkplatz und sind am anderen morgen schon früh unterwegs nach Görlitz. Vorgesehen war ja auch noch die Bundesgartenschau in Erfurt. Das schlechte Wetter nutzen wir zum Reisen und heben die Schau für die Rückreise auf.

Nach einer Zwischenübernachtung erreichen wir unseren Uebernachtungsplatz , am Braunkohlesee in Görlitz.

Mittlerweile holt uns das schöne Wetter ein und so fällt uns der Entscheid 2 Tage zu bleiben leicht. Die Tage sind ausgefüllt mit Chillen und Radfahren rund um den schönen See.




Genussvolles Radfahren rund um den Braunkohlesee.

Eigentlich hätten wir es noch länger aushalten können hier, aber unser nächstes Ziel lockt und ist nicht weit entfernt.

Auf gut ausgebauten Strassen rollt unser Womo an den Fuss der Schneekoppe. In Karpacz haben wir für 3 Nächte den CP Camp 66 reserviert.

Es ist ein Familienfreundlicher Platz mit grosszügigen Parzellen und direkten Blick auf den Berg unserer Wünsche.


über dem Kamin die Schneekoppe


Wir nutzen den Rest des Tages für einen Spaziergang in die Stadt welche in ca 30 min. fussläufig erreichbar ist......ach hätten wir doch die E - bikes mitgenommen , welche dem Zuladungsdefizit geschuldet, zu Hause in der Garage bleiben mussten.


Mainsttreet von Karpacz


Es war heiss und wir beneideten die Kinder , welche an den Wasserfontainen sichtlich Spass hatten.

Zurück auf dem Platz gaben auch wir uns dem Genuss eines guten polnischen Bieres hin.


Das Wetter, heute Donnerstag 15. Juli ist gut genug um die Stabkirche von Wang zu besuchen. Wang ist ein kleines Dorf im Süden von Norwegen. Gekauft für etwas über 400 Reichsmark von Friedrich Wilhelm und abgebaut auf Schiffe verladen, wurde die Kirche nach Berlin transportiert. Aufgebaut wurde die Kirche in Berlin aber nie. Die Kirche gelangte dann auf Wunsch der Gräfin Frederike nach Karpacz als Geschenke an die evangelische Gemeinde.

Immer wieder entladen sich heftige Gewitter und lassen einen Ausflug auf die Schneekoppe nicht zu.

Falls es morgen das Wetter zulässt ist ein Besuch der Schneekoppe obligatorisch. Wenn nicht, dann fahren wir weiter über Kowary. Dies ist der Geburtsort eines guten Freundes und so will ich ihm ein paar Fotos des Ortes senden, wo so viele deutschsprachigen, nach dem Krieg, vertrieben wurden.



Am morgen trägt die Schneekoppe einen dichten Hut und Wetter- Online meldet einmal mehr Gewitter im laufe des Nachmittags. Von einem Blitz getroffen werden ist für uns keine

Option und so räumen wir das Feld, rollen gemütlich in Richtung Wroclaw. Auf dem Weg schiessen wir noch ein paar Bilder für einen Freund , welcher hier geboren und durch die Kriegswirren aus der Heimat vertrieben wurde.


In diesem Ort sprachen vor dem 2. Weltkrieg noch 90 % der Bewohner deutsch. Durch die Vertreibungen nach dem Krieg finden sich keine Bewohner mehr welche der deutschen Sprache mächtig sind , oder auch sein wollen.


auf der Fahrt durch Kowary

Nach 60 km Fahrt haben wir unser Zwischenziel erreicht und besuchen hier in Swidnica die grösste Fachwerkkirche Europas. Der Westfälische Frieden bot die Grundlage zum Bau dieses imposanten Bauwerks.

1648 wurde mit dem Bau begonnen und innerhalb eines Jahres fertig gestellt. Die Geschichte dazu habe ich auf einem Foto dargestellt.






Bis 7000 Gläubige finden Platz in dieser wunderschönen Kirche , deren Besuch sich niemand

entgehen lassen sollte. Für Wohnmobile gibts direkt neben der Kirche genug Parkplätze entlang der Strasse Koscielna.

Tief beeindruckt fahren wir weiter zu unserem übernachtungsplatz , den wir zusammen mit Fischern im Schwemmland des Flusses Bystricza teilen. Es sind Wohnmobilverbote signalisiert und trotzdem stehen rundherum Wohnmobile . Es scheint niemanden zu stören .


Unser Platz für die Nacht am Fluss

Heute fahren wir bis Breslau (Wroclaw) und dort auf den Campingplatz Olympski Stadion.

5 Fussminuten vom Platz , führt die Strassenbahn mitten ins Zentrum.

Die Stadt präsentiert sich in vollem Glanz. Ich stell einfach mal ein paar Bilder rein ....




Folgt man den ca 100 Zwergen findet man automatisch die schönsten Orte in dieser Stadt.


Ideale gelegener Campingplatz beim Stadion Olympski Gute öV - anbindung




Erstaunlich was hier im lauf der letzten Jahre entstand.

Wir wandern gemütlich durch das neu aufgebaute historische Zentrum. Geniessen eine wunderbare Sushi - Platte in einem Restaurant , welches wir schon vor 10 Jahren besucht haben und immer noch von der gleichen japanischen Wirtin betrieben wird.

Schon fast italienisches Ambiente , weil auch in Polen die Ferien beginnen und entsprechendes Treiben auf den Strassen und Plätzen herscht.

Das kühle polnische Bier war denn auch der herrschenden Temperatur geschuldet und schmeckte vorzüglich.


Unschwer zu erkennen , dass wir in der Metzgergasse gelandet sind, wobei es hier nur noch Kunst- und Kleiderboutiqen gibt .

220 km sind genug und wir schalten einen Zwischenhalt in Czestochowa ein.

Hier steht in der Kirche Jasna Gora das polnische Nationalheiligtum, die schwarze Madonna. Man sieht hier den tief gelebten Glauben der Menschen und ihr steht hier sicher nie alleine....



Wir übernachten auf dem nahe der Kirche gelegenen Parkplatz und benutzen den folgenden morgen zu einkaufen und zur Weiterreise nach Krakau. Der angefahrene Zeltplatz nahe des Zentrums gelegen war aber schon voll belegt, aber nur 3 km weiter wurden wir dank Park4 Night fündig . Ein Platz zwar, mit fast schon Schweizer Preisen , aber immerhin mit Strom , Wasser und WIFI und öv - anbindung , mit Bus und Strassenbahn direkt ins Zentrum.


Hier steht reichlich Platz zur Verfügung und ins Zentrum sind es auch nur 30 Minuten mit Bus und Tram.



Lasst euch nicht täuschen.....Die Kutscherin ist nur Staffage....sobald alle Plätze in der Kutsche belegt sind kommt ein alter knorriger Kutscher und übernimmt die Fuhre....

Die freundliche Dame setzt sich auf den nächsten wartenden Kutschbock...


Vom linken Turm bläst, jede Stunde, ein Trompeter ein Signal in alle vier Himmelsrichtungen. Das Signal wird jäh abgebrochen. Die Geschichte erzählt , dass ein Pfeil den Trompeter traf als Er die Anwohner Krakaus vom Angriff der Tataren warnen wollte.

https://www.youtube.com/watch?v=QLWiSTVLoXQ


Wir lassen uns mit einem Golf - Car an alle intressanten Orte der Stadt kutschieren. Beklemmende Gedanken überkommen uns , als die Fahrt durch das Judenviertel ging und

von den Graueltaten der Nationalsozialisten erzählt wurde.




Hoch über der Stadt tront die Burg Wawel welche mal Sitz der Polnischen Könige war.

Auf eine Besichtigung des nahe gelegenen KZ verzichten wir und fahren lieber zu einem weiteren High- Light welches keine 20 km von Krakau entfernt liegt und dessen Besuch ein absolutes Muss ist.

Die Salzmine Wieliczka

Wir stellen das Wohnmobil auf den Stellplatz direkt gegenüber vom Eingang ab. Der Platz schien geschlossen , aber alles funktionierte , Strom , Wasser und etwas versteckt auch die Entsorgung. Es kam auch keiner um zu kassieren und ein Hinweis auf eine Bezahlmöglichkeit war auch nicht zu sehen.

Man tut gut daran , dass die Tickets am Tag vor dem Besuch im Internet bestellt werden und damit ein längeres anstehen entfällt. Die Führungen können in jedwelcher Sprache geordert werden.

Zuerst gehts mal über 320 Treppenstufen, immer im Kreis rum, in die Tiefe von 160 m unter der Erdoberfläche. Insgesamt sind aber über 600 Stufen zu bewältigen. Infos über die Preise und Führungen findet ihr hier.

https://www.salzbergwerkwieliczka.de/einzelbesucher/touristenroute


Und überall wo ich hinkomme, war Er schon vor mir da....


Das letzte Abendmahl in Salz gemeisselt und nur 15 cm tief...


Gewaltige Holzabstützungen waren nötig um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten .

Nach anstrengenden drei Stunden verlassen wir das Bergwerk , tief beeindruckt, mit einem Förderkorb....

Wir übernachten hier auf dem ruhig gelegenen Stellplatz. V&E ist am folgenden morgen schnell erledigt und so sind die folgenden 120 km über Land ein einziges geniessen der schönen Landschaft. Man spürt , dass die Ferienzeit in Polen begonnen hat. Das Verkehrsaufkommen führt ab und an zu längeren Staus.

Wir erreichen den Zeltplatz der örtlichen Feuerwehr, am Fluss Dunajec frühzeitig und können einen Platz direkt am Fluss auswählen.

Hier wollen wir ein paar Tage bleiben und den Pieninen Nationalpark zu erkunden.





Gemächlich treiben die Flosse vorbei


Der Fluss Dunajec bildet die Grenze zur Slowakai ...Feine Fischrestaurant s drüben


Wir folgen dem Fluss mit dem Fahrrad auf der Slowakischen Seite. Die Rafter haben hier ihren Spass....


Grandiose Schluchtdurchfahrten mit Flössen oder Schlauchbooten

Wir selber sind hier mit dem Fahhrrad unterwegs. Auf schattigen Wegen gehts auf und ab immer dem Fluss entlang.


Wir geniessen die Tage am Fluss.....Urlaub puur

















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